1. Juni 2017

Wie das Internet die politische Kommunikation verändert. Preconference der Forschergruppe „Politische Kommunikation in der Online-Welt“ auf der ICA in San Diego


Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika präsentiert seine politische Agenda via Twitter. Flüchtlinge nutzen WhatsApp und Facebook zur Koordination und Organisation. Social Bots und Algorithmen der Plattformen beeinflussen die Wahrnehmung von öffentlicher Meinung und von Politik. Alle diese Phänomene waren noch vor wenigen Jahren undenkbar. Grund für den rasanten Wandel der politischen Kommunikation ist vor allem die rapide Diffusion von immer neuen Sozialen Netzmedien. Aber wie genau verändert sich politische Kommunikation dadurch? Und welche politisch relevanten Folgen hat dieser Medienwandel? Diese Fragen wurden auf der Preconference „Politische Kommunikation in der Online-Welt“ der Jahrestagung der International Communication Association (ICA) in San Diego von über 40 Kommunikationswissenschaftlerinnen und Kommunikationswissenschaftler am 25. Mai 2017 diskutiert. So wurde kontrovers erörtert, ob Analyseinstrumente wie der Issue Crawler noch zeitgemäß sind, welche Rolle individuelle Wahrnehmungen von Veränderungen für die politische Online-Kommunikation spielen, wie stark Medieneffekte tatsächlich sind und wie sie sich im Zeitverlauf entwickelt haben. Die vielen vorliegenden Studien ermöglichen aber auch in mancher Hinsicht ein vorläufiges Fazit: So zeigt sich, dass die Nutzung von sozialen Netzmedien zu einer deutlichen Zunahme der politischen Partiziptionsaktivitäten führt. „Die Tagung war ein voller Erfolg“, so der Forschergruppensprecher Gerhard Vowe. „Die Arbeiten der Forschergruppe sind ein wichtiger Beitrag, um zu verstehen, wie sich die politische Kommunikation verändert.“
Weitere Informationen gibt es auf www.fgpk.de. Bei Fragen können Sie sich an Ole Kelm wenden (ole.kelm@hhu.de).


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