19. August 2014

Podiumsdiskussion: Medienfreiheit im Zeitalter von Big Data


Am 12. September findet im Rahmen des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquium die Podiumsdiskussion zum Thema „Media Freedom in the age of Big Data – Data, Journalism and Surveillance“ statt.

Das in diesem Jahr zum 10. Mal durchgeführte internationale Kolloquium mit 100 führenden Meinungs- und Medienmachern befasst sich jedes Jahr mit aktuellen Fragen der medialen Kommunikation, sowie mit der Rolle der Medienvertreter. Das Treffen soll der Intensivierung des Dialogs, sowie dem gegenseitigen Verständnis dienen und den Einsatz für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit fördern.

Dieses Jahr wird im Lichte der Snowden-Enthüllungen über die Herausforderung von Journalismus und Medienfreiheit im Zeitalter massenhafter Datenanhäufung debattiert. „Vertreter von Politik, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus dem In- und Ausland [diskutieren] über damit einhergehende Chancen und Risiken, über die richtige Balance zwischen staatlicher Gefahrenabwehr und Achtung der Privatsphäre und über die Frage, wie die Politik mit der algorithmengetriebenen Beschleunigung der Gegenwart Schritt halten kann.“ Eine ausführlichere Einführung in das Problemfeld findet sich auf der Website des M100 Sanssouci Colloquium.

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit Reporter ohne Grenzen (ROG) und gliedert sich in verschiedene Programmpunkte: Nach der Eröffnungsrede von Shoshana Zuboff (Professor of Business Administration an der Harvard Business School (a.D.), USA) widmet sich die erste Diskussionsrunde dem Thema „Principles of Big Data: Chances, Risks and side-effects“ und stellt damit die Problemanalyse in den Fokus. In der zweiten Runde liegt der Fokus auf der Problemlösung, dieser Teil der Veranstaltung wird mit „From talk to action: Measures to reconcile security concerns and press freedom“ überschrieben. Anschließend erfolgt die Verleihung des symbolischen „M100 Media Award“: „Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die in Europa und der Welt Spuren hinterlassen haben. Die Auszeichnung steht für Verdienste um den Schutz der freien Meinungsäußerung und die Vertiefung der Demokratie sowie für besondere Leistungen um die europäische Verständigung.“ Unter den Preisträgern der letzten Jahre befanden sich unter anderen Hans-Dietrich Genscher (ehemaliger deutscher Außenminister), Kurt Westergaard (Karikaturist, Zeichner der sog. Mohammed-Karikaturen), sowie im letzten Jahr Erdem Gündüz (türkischer Tänzer und Choreograph) bekannt als der „Stehende Mann“ vom Taksim Platz.

Man darf gespannt sein, zu welchen Einschätzungen die Experten nach einem solch intensiven Tag kommen. Das Potential damit der öffentlichen Debatte erneut Feuer zu geben und mögliche politische, gesellschaftliche und technische Wege aufzuzeigen ist durchaus gegeben.


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