6. Juni 2013

Medienforum NRW: Folgen der Internetrevolution im Blick


Das Medienforum NRW diskutiert in Köln die Ära nach der Internet-Revolution. Vom 5. bis 7. Juni werden unter dem Titel „Changing Media, Changing Society“ deren Folgen für die klassischen Medien und die Gesellschaft analysiert.

Die von Petra Müller geleitete Film- und Medienstiftung NRW veranstaltet das Forum und koppelt den „Film- und Kinokongress“ in eine eigene Veranstaltung im November aus. Das Medienforum (Teilnahme nur auf Einladung) begann gestern mit einer medienpolitischen Grundsatzrede von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, der provokante Impulsreferate folgten: etwa vom New Yorker Internettheoretiker Clay Shirky oder YouTube-Manager Ben McOwen Wilson.

„Wir nutzen die Chance des Jubiläumsjahrs, um das Medienforum fokussierter, klarer, internationaler zu machen“, sagte NRW-Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann (SPD).

Mit dem Material der Impulsreferate sollen die prominent besetzten Podien arbeiten. So diskutiert ZDF-Intendant Thomas Bellut in einer Runde über „Hypes, Kampagnen, Hysterie“ zur Verantwortung des Journalismus. Dessen „Krise und Zukunft“ erörtern danach unter anderem Franz Sommerfeld, Vorstand der Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg, und Anita Zielina (Stern-Online). Dabei soll es, so Kongressleiter Leonard Novy, „auch um neue Formen der Verlagsfinanzierung“ gehen. WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn und ARD-Chef Lutz Marmor sitzen in anderen Gesprächsrunden, während der Philosoph Robert Pfaller eine Diskussion über die seelischen Folgen der dauernden Vernetzung leitet.

Petra Müller sieht das neue Kongressformat als „Prototyp“, dessen Erfolg noch nicht vorhersagbar sei. Am Vorabend (5. Juni) blickt man allerdings in der von Oliver Welke moderierten Jubiläumsgala auf 25 Jahre Medienforum zurück und schickt dabei auch eine „Elefantenrunde“ um Fritz Pleitgen ins Gefecht.

 

Zur Seiten des Medienforums NRW gelangen Sie hier.


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