3. Januar 2012

Präsidentenaffäre 2.0: Social Web spottet über Staatsoberhaupt


Wegen eines umstrittenen Kredits und seines Umgangs mit den Medien erntet Bundespräsident Christian Wulff in Presse und Rundfunk seit Wochen negative Schlagzeilen. Damit aber nicht genug – zumindest nicht in Zeiten des Social Webs, denn die Internetöffentlichkeit spottet heftig über das Staatsoberhaupt. fgpk.de hat die interessantesten Links gesammelt.

 

Aktueller Statusbericht: Bundespräsident noch im Amt?

Bereits Mitte Dezember hat Blogger Martin Gebhardt die Seite www.istchristianwulffnochimamt.de ins Leben gerufen. Internetnutzer können sich dort sekundengenau darüber informieren, ob Christian Wulff noch Bundespräsident oder zurückgetreten ist. Allein bei Facebook ist die Single-Serving-Site bis heute rund dreitausend Mal geteilt worden.

www.istchristianwulffnochimamt.de

 

Parodie: Diekmanns Anrufbeantworter

Der Stream aus der gestrigen Politikum-Sendung bei WDR 5 kursiert rege in den sozialen Netzwerken: Ein Stimmenimitator parodiert den Anrufbeantworter von BILD-Chefredakteur Kai Diekmann und spielt damit auf Wulffs Umgang mit der Pressefreiheit an.

Ausschnitt aus „Politikum“ vom 2. Januar 2012

 

Rücktrittsforderungen und vorsorgliche Nostalgie auf Facebook

Knapp 1.600 Menschen gefällt die Facebook-Seite „Christian Wulff: Rücktritt jetzt“, deren Betreiber mehrmals täglich aktuelle Medienberichte zur Präsidentenaffäre teilen.

Fanpage „Christian Wulff: Rücktritt jetzt“

Mit derzeit nur knapp über 70 Likes etwas verhaltener: Die Anhängerschaft der Fanpage „Wir wollen unseren Bundespräsidenten Christian Wulff zurück“

Fanpage „Wir wollen unseren Bundespräsidenten Christian Wulff zurück“

 

Fiktive Filmtitel bei Twitter

Hohn und Spott für das Staatsoberhaupt gibt es auch auf Twitter. „Bis(s) zum Ende der Amtszeit“, „Der Diekmann-Wulff Komplex“ und „Ich weiß, was du im letzten Sommer gekriegt hast“ sind Namen fiktiver Filme, die die Community unter dem Hashtag #wulfffilme sammelt.

Hashtag #wulffilme auf Twitter

 

Netz-Gerüchte über die Frau des Präsidenten

Wer in diesen Tagen den Suchbegriff „Bettina Wulff“ bei Google eingibt, schlägt die automatische Vervollständigung der Suchmaschine Begriffe wie „Bettina Wulff Hitlergruß“, „Bettina Wulff Prostituierte“ und „Bettina Wulff Artemis“ vor. Ein Klick auf diese zurzeit meistgesuchten Schlagworte im Zusammengang mit Bettina Wulff öffnet zahlreiche Blogs und Foren, die über die vermeintliche Vergangenheit der Frau des Bundespräsidenten spekulieren. Eine interessante Analyse dazu gibt es in der Online-Ausgabe von „der Freitag“.

der Freitag: Wie das Netz die eigenen Gerüchte zitiert

 

 



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