14. Februar 2012

Lesetipp: APuZ zum Thema „Digitale Demokratie“


Die gestern erschienene Ausgabe von „Aus Politik und Zeitgeschichte“ beschäftigt sich mit dem Thema „Digitale Demokratie“. In sechs kurzen Fachaufsätzen greift das Heft netzpolitische Fragen, die seit einigen Jahren verstärkt in den öffentlichen Fokus gerückt sind, auf.

Jan-Hinrik Schmidt (Universität Hamburg), fragt –  auch vor dem Hintergrund der sogenannten Facebook-Revolutionen in der arabischen Welt – inwiefern das Internet demokratisch oder demokratisierend ist.

Der Ressortleiter Netzwelt bei Spiegel Online, Christian Stöcker, thematisiert die Herausforderung „Governance im digitalen Raum“ und erklärt, dass viele netzpolitische Weichenstellungen kaum sinnvoll allein auf nationaler Ebene getroffen werden können.

Mögliche Beziehungen zwischen digitaler Politik und Partizipation hinterfragt der Berliner Politikwissenschaftler Daniel Roleff. Sein Standpunkt: Die fortschreitende Ausweitung der Bürger-Staat-Beziehung  auf  den  digitalen Raum sei weder ein Allheilmittel gegen Politikverdrossenheit noch ein Angriff auf das demokratische System. Demokratie werde ergänzt durch E-Demokratie, Regieren durch E-Government, Bürgerbeteiligung durch E-Partizipation.

Der Beitrag von Karl-Rudolf Korte (NRW School of Governance, Universität Duisburg-Essen) befasst sich mit der beschleunigenden Rolle des Webs in der Politik und mit deren Auswirkungen auf die Qualität demokratischer Entscheidungen.

Die Piratenpartei als neue Akteurin im deutschen Parteiensystem thematisiert Christoph Bieber (ebenfalls NRW School of Governance, Universität Duisburg-Essen). Er fragt: Ist ihr Aufstieg nachhaltig oder nur ein Übergangsphänomen? Was sind die Gründe für den Erfolg? Und wie kann digitale politische Kommunikation in analoge Parteistrukturen überführt werden?

Miriam Meckel (Universität St. Gallen), geht auf die Unterschiede zwischen menschlicher und Maschinenintelligenz ein und meint: Der Computer müsse nicht menschengleich werden; es reiche, wenn er uns so erscheint.

Die aktuelle APuZ-Ausgabe steht auf der

zum Lesen und Herunterladen bereit.

„Aus Politik und Zeitgeschichte“ ist die Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament“. Das von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebene Heft veröffentlicht wissenschaftlich fundierte, allgemein verständliche Beiträge zu zeitgeschichtlichen und sozialwissenschaftlichen Themen sowie zu aktuellen politischen Fragen.


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