21. Februar 2012

Lesetipp: „Wie das Netz den bösen Gauck erfand“


Als Christian Wulff im Sommer 2010 um seine Mehrheit in der Bundesversammlung zittern musste, war sein Gegenkandidat Joachim Gauck längst „Präsident der Herzen“. Eine Forsa-Umfrage vom Juni 2010 bescheinigte dem früheren Stasi-Akten-Beauftragten die Sympathie von 42 Prozent der Bundesbürger. Die Stuttgarter Zeitung sah in Gauck „die stille Sehnsucht des Bürgertums“ und parallel formierten sich auf Facebook Seiten wir „Joachim Gauck for President“, die bis heute mehr als 13.000 Fans hat. Jetzt soll Gauck tatsächlich Bundespräsident werden. Doch gerade in der Internetgemeinde regt sich Widerstad: Auf Twitter und Co. gilt Joachim Gauck nun als Antidemokrat, Sarrazin-Freund, Occupy-Gegner und Befürworter der Vorratsdatenspeicherung.

Christian Jakubetz vom Magazin „Cicero“ hat sich kritisch mit den Vorwürfen gegen den designierten Bundespräsidenten auseinandergesetzt.

Antidemokrat und Sarrazin-Befürworter – und davon will niemand von denen, die 2010 noch ganz hingerissen von Gauck waren, vorher etwas bemerkt haben? Stein des Anstoßes bei Gaucks vermeintlichem Lob für Sarrazin war für viele ein Interview, das Gauck dem Berliner „Tagesspiegel“ gegeben hatte. Ein Interview, das exemplarisch die manchmal fatale Wirkung zeigt  zwischen journalistischer Verkürzung und der latenten Neigung im Netz, ohne längeres Verifizieren drauflos zu diskutieren.

Nachzulesen ist der Artikel unter www.cicero.de.


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