17. August 2011

„Politiker werden getrieben und treiben sich selbst“


Professor Dr. Gerhard Vowe, Sprecher der Forschergruppe, hat sich im Interview mit heute.de ausführlich zum Zusammenspiel zwischen Politik und Medien geäußert, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass nach Krisen, Anschlägen oder Krawallen sofort um Lösungen konkurriert wird. Politiker versuchen, die Erwartungen an sie zu erfüllen, so Herr Vowe.

Die Expansion von Online-Medien und die zunehmende politische Kommunikation im Internet beschleunigt diesen Prozess durch die Logik des Netzes noch zusätzlich.

„Aber die Anforderungen an die Kommunikationsfähigkeit der Politiker haben sich enorm gesteigert: Sie müssen immer präsent sein, zu allen Themen sofort etwas sagen können, zu jedem Problem eine Lösung haben und das alles unmittelbar verständlich ausdrücken können. Durch den Siegeszug der Online-Medien hat das noch mal einen Riesenschub bekommen. Wer twittern will, muss seine Botschaft in 140 Zeichen pressen […] Die Kunst besteht darin, in den Grenzen des jeweiligen Formats möglichst viel möglichst nachhaltig zu vermitteln. Es geht darum, mit den gesetzten Grenzen besser umzugehen als andere, in den 140 Zeichen noch so viel Botschaft wie möglich rüberzubringen. Das versuchen natürlich alle Politiker. Denn sie sind ja nicht nur Getriebene, sie treiben auch selbst – jeder versucht, die Chance zu nutzen, um seine Themen, seine Muster unterzubringen, und das schneller und eindrücklicher als die Konkurrenten.“

Das vollständige Interview können Sie hier nachlesen.


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