14. November 2011

Neue Studie sieht Internet als Demokratieverstärker


Elektronische Agora oder fragmentierte Öffentlichkeit? Was die Rolle von Online-Medien in der Demokratie angeht, unterscheiden sich die Ansichten der Wissenschaft zum Teil erheblich. Die neue BITKOM-Studie gibt eine euphorische Antwort auf die Frage nach dem demokratischen Potenzial des Internets.

Der Erhebung Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) zufolge, wird das Internet von einer Mehrheit der Nutzer als Instrument zur Förderung der Demokratie wahrgenommen. So meinen 64 Prozent der Internetnutzer ab 14 Jahren, das Netz trage zu mehr Demokratie bei. Dies entspricht rund 32 Millionen Menschen. „Breite Bevölkerungsschichten halten das Internet für ein wertvolles Instrument zur Bereicherung der Politik“, sagte der Präsident des Hightech-Verbands Prof. Dieter Kempf. Die mehrheitlich positive Bewertung gelte unabhängig von Alter, Geschlecht oder Bildungsstatus.

Knapp die Hälfte der Internetnutzer (44 Prozent) gab darüber hinaus an, das Netz ermögliche ihnen persönlich, Politik mitzugestalten. Dieser Meinung vertritt vor allem die junge Generation von 14 bis 29 Jahren (zu 57 Prozent). Die 50- bis 64-jährigen Onliner sehen dagegen die geringsten Möglichkeiten zur eigenen politischen Mitgestaltung per Web (zu 24 Prozent).

Für BITKOM-Präsident Kempf bergen Online-Medien ein enormes demokratisches Potenzial. Seine Schlussfolgerung: „Das Internet ist nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in den Gemeinden ein ausgezeichnetes Mittel gegen Politikverdrossenheit“.

Die Studie basiert auf einer repräsentativen Erhebung des Instituts Aris für den BITKOM. Es wurden mehr als 1.000 Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt.


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